Interview mit Jonathan Lerche

Name: Lerche
Vorname: Jonathan
Beruf/Tätigkeit: Theologe/Sozialpädagoge/Erlebnispädagoge,
Jugendbildungsreferent Evang. Jugend
Gemeinde: checkpointJesus (Evangelische Landeskirche)

So bin ich Christ geworden:
Als Jugendlicher wollte ich es wissen: „Jesus, wenn es mit Dir was auf sich hat, dann will ich es ausprobieren“ – also fing ich an regelmäßig in der Bibel zu lesen und mir mit Hilfe einer modernen Bibelübersetzung, einer „Bibellese“ und anderer Menschen, mir noch unverständliche Dinge erklären zu lassen. Es war meine Entscheidung, die einen lebenslangen Prozess startete.

So wirkt sich der Glaube auf mein Leben aus:
Leben ohne Gott – wie geht das? Gott macht mir das Leben unglaublich gehaltvoll. Dadurch wird es für mich keinesfalls leicht, aber einfach und komplex zugleich. Gott ist meine „Lebens-Grund-Lage“ – das vergesse ich leider immer wieder mal, doch ich darf zurückkommen, immer wieder. Echt „Wunder-Bar“.

Das begeistert mich an Jesus Christus besonders:
Sein endloses Annehmen, Vergeben und Auffordern – und das uns Menschen gegenüber.

Darum ist mir Beten so wichtig:
Was taugt ein Smartphone ohne „Netz“ oder Internet? Wenn ich mit Gott rede – bete – dann mache ich mich erreichbar für Seine guten Ideen für mein Leben und kann dann was daraus machen. „Beten ist Beziehung“, las ich mal – dem kann ich nur zustimmen. (-:

Das ist mir an Gemeinde/Kirche wichtig:
Dass wir als Kirche selbst immer wieder begreifen, dass „Kirche“ eben wir Menschen sind, die sich zu Jesus Christus halten. Und unsere Aufgabe ist es, uns gegenseitig zu lieben. Was das konkret heißt – das lässt sich in der Bibel nachlesen – und, sagt es uns das eigene Gewissen nicht oft genug? 

Das bedeutet mir Ökumene:
„Alle sollen eins sein“ – das hat schon Jesus gebetet (Joh 17,21). Ich liebe die bunte und göttliche Vielfalt – die ist so großartig – und eben auch die Einheit in Jesus Christus. Also: streiten, diskutieren, nicht alles toll finden und genauso auch „Komisches“ stehen lassen, aushalten, das andere schätzen lernen. 

Das ist meine Lieblingsbibelstelle:
"Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden." (Johannes 16,33)

Das ist mein christliches Lieblingslied:
Jedes Lied, das ehrlich und von Herzen gesungen wird, fasziniert mich. Ich bin ein „Kind meiner Zeit“, bevorzuge eher neuere Lieder, welche gehaltvoll getextet und musikalisch filigran gestaltet sind. Genauso gibt es für mich auch wunderbare Lieder, die inzwischen mehrere Jahrhunderte „auf dem Buckel“ haben – solange wir Menschen diese mit ganzem Herzen singen, freut mich das.

Das finde ich toll an Erfurt:
Ich erlebe Erfurt als eine gemütliche, schöne, übersichtliche, gut zu erfahrende und erlaufende Stadt, mit vielen herausfordernden aber wunderbaren Menschen. Klasse!

Das ist mein Lieblingsplatz in Erfurt:
Der Steigerwald und die Gegend entlang der Gera; das ganze Viertel rund um die Anfänge des Erfurter Nordens.